Kindertagesstätten sind teuer und belasten die kommunalen Haushalte enorm. Aufgrund geschaffener gesetzlicher Verpflichtungen für die Gemeinde (Anspruch auf Krippenplatz, Gebührenbefreiung für bis zu acht Betreuungsstunden) sowie damit in Zusammenhang stehender gesellschaftlicher Veränderungen steigt vielerorts die Nachfrage nach bedarfsgerechten Betreuungsplätzen. Wartelisten und Unmut der Erziehungsberechtigten werden größer. Weitere Kapazitäten müssen dringend geschaffen werden.
Aber wie groß ist der Bedarf tatsächlich? Was ist zu tun, um auf die bestehende Nachfrage zu reagieren, ohne über das Ziel hinauszuschießen? Hierüber entsteht nicht selten schon innerhalb der politischen Gremien ein Diskurs zwischen Finanz- und Bildungspolitikern. Um allen Zweifeln erhaben zu sein, wird dann häufig der Ruf nach Prognoseberechnungen zur Ermittlung des mittel- bis langfristigen Bedarfs laut. Und tatsächlich gibt es Verfahren, mit denen sich Prognoseberechnungen erstellen lassen. Doch wie verlässlich sind diese Prognosen tatsächlich? Wird hiermit möglicherweise eher eine Schein-Planungssicherheit geschaffen, die sich, noch dazu von externer und somit glaubwürdiger Perspektive ermittelt, gegenüber der Politik gut verkaufen lässt?
Dieses halbtägige Impuls-Seminar soll aufzeigen, wie auch mit den vorhandenen Informationskanälen und örtlichen Gegebenheiten ohne kostenintensive Auftragsvergaben zielführende Erkenntnisse abgeleitet werden können, um eine zuverlässige Perspektive entwickeln zu können, wie sich der Bedarf an Kinderbetreuungsangeboten in den nächsten Jahren darstellen wird.